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By Rolf Becker, Wolfgang Lauterbach

Im Anschluss an kontroverse Diskussionen über dauerhafte Bildungsungleichheiten stellt das vorliegende Buch detailliert aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zentrale Ursachen für sozial ungleiche Bildungschancen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Im vorliegenden Band werden daher der aktuelle Stand empirischer Bildungsforschung diskutiert sowie neue Analysen und Befunde vorgelegt. Ziel ist es, in systematischer Weise soziale Mechanismen und Prozesse aufzuzeigen, die zur Entstehung und Reproduktion von Bildungsungleichheiten beitragen. Für die fünfte Auflage wurden die meisten Beiträge aktualisiert und teilweise neu verfasst.

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19 Zwar basiert die Bildungsempfehlung des Lehrers hauptsächlich auf den Zensuren des Schulkindes, aber es ist auch nicht zu übersehen, dass die Zensuren größtenteils Produkt der Lehrereinschätzung des Schülerverhaltens im Leistungs- und Sozialbereich sowie der sozialen Schichtzugehörigkeit ist: Bildungsentscheidungen sind sozial selektiv. Aber dies trifft eher für die Elternentscheidungen als für die Lehrer­ entscheidung zu (Ditton 1989: 228; siehe den Beitrag von Ditton in diesem Band). Jedoch haben wir auch Belege, die dafür sprechen, dass Bildungsempfehlungen größere Fehlerwahrscheinlichkeiten aufweisen und wegen geringerer Zuverlässigkeit eher negative Folgen mit sich tragen als ambitionierte Bildungsaspirationen der Eltern selbst: So sei das Risiko, aufgrund einer falschen Grundschulempfehlung einer nicht geeigneten, weil zu hohen Schulform zugewiesen zu werden, um gangsentscheidung durch.

Auch bei mittelmäßigen und schlechten Leistungen sind die Übergangsraten für die Schulkinder aus den mittleren und höheren Sozialschichten deutlich höher als für Arbeiterkinder. Sekundäre Herkunftseffekte sind also ebenso offensichtlich wie primäre Her­kunftseffekte. Dieses Zusammenspiel primärer und sekundärer Herkunftseffekte schlägt sich auf die Übergangsraten am Ende der Primarschulzeit nieder: Während etwas mehr als ein Viertel der Arbeiterkinder auf das Gymnasium wechselt, wechselt mehr als die Hälfte der Mittelschichtkinder und drei Viertel der Kinder aus der Oberschicht auf das Gymnasium.

3 Zwischenfazit Versuchen wir ein Zwischenfazit, so bleibt festzuhalten, dass wir über viele detaillierte Beschreibungen von Bildungsungleichheiten verfügen, und in der Zwischenzeit über einige theoretische Erklärungen, die sich empirisch bewährt haben. Allerdings gibt es noch zu wenige systematische Anwendungen von Theorien der sozialen Ungleichheit von Bildungschancen und ihres sozialen Wandels.  B. Gegenwart) und Referenznationen wie etwa Deutschland gelernt werden kann (Müller und Kogan 2010; Breen et al.

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